ARBORO Schul-Blog

Dieser Platz wird von den Schülerinnen und Schülern bespielt.

Was passiert mit unserem Kehricht?

So funktioniert Berns Energiezentrale -
Ein Blick hinter eine Energieanlage der Stadt Bern

Dienstag - 10. März 2026


Heute Morgen besuchten wir das Energiezentrum der EWB beim Forsthaus Bern. Wir besuchten diese Anlage im Rahmen unseres Jahresthemas «Kreisläufe».

 

Wir hatten eine Führung mit Ernst Rytz, einem pensionierten Mitarbeiter der EWB. Bevor wir die verschiedenen Anlagen betreten durften, wurden wir mit einem Headset, einer Leuchtweste und einem Helm ausgestattet. Die Energieanlage der EWB ist keine gewöhnliche Anlage, denn sie verfügt über 3 verschiedene Kraftwerke: Holzheizkraftwerk, Gas- und Dampf- Kombikraftwerk und Kehrrichtverbrennung. Jedoch wird das Gas- und Dampf- Kombikraftwerk nur noch sehr selten genutzt, aufgrund des aktuellen Gaspreises.

 

Als erstes besichtigten wir den Kehrichtbunker. Dort befördert ein Kran Kehricht in einen Trichter zur Brennkammer, wo er dann verbrannt wird. Drei Kilo Müll haben den gleichen Brennwert wie ein Liter Heizöl. Der Kran kann bis zu 6 Tonnen Gewicht tragen. Pro Tag werden um die 500 Tonnen Kehricht verbrannt. Das Feuer im Ofen wird bis zu 1200 Grad heiss. Dabei bleibt Material übrig, das nicht verbrennt werden kann: Das nennt man Schlacke. Pro Tag entstehen 100 Tonnen davon. Das entspricht 20% vom Kehricht der an einem Tag in die Verbrennungsanlage geliefert wird.

 

Diese Schlacke wird in einem Endlager in Teuftal, im Osten von Bern, entsorgt. Es hat uns überrascht, dass für Schlacke bis jetzt immer noch keine (nachhaltige) Lösung gefunden wurde. Ein Hoffnungsschimmer kommt aus Deutschland: Dort wurden aus Schlacke bereits Eisenbahnschwellen hergestellt. Allerdings sind diese immer noch giftig. Wir sind gespannt, ob es zukünftig Lösungen dafür geben wird.

 

Antto & Jano, Oberstufe